Unsere Schule liegt am Stadtrand von Burgsteinfurt hinter der
Fachhochschule. In acht Klassen werden in diesem Schuljahr 182 Kinder von 14
Lehrkräften unterrichtet. Zehn Lehrerinnen, zwei Lehrer und zwei
Lehramtsanwärterinnen zählen zu diesem Kollegium.
Der Einzugsbereich ist der gesamte Stadtteil Burgsteinfurt. Die Schülerschaft
bietet hinsichtlich der Sozialstruktur ein breites Spektrum und eine
repräsentative Mischung. Kinder mit Deutsch als Zweitsprache haben die
Möglichkeit einer Unterstützung im Deutschlernprozess durch extra auf sie
abgestimmte Förderstunden.
Als katholische Bekenntnisschule liegt unser besonderer Schwerpunkt in der
pädagogischen Arbeit auf der Vermittlung christlicher Werte. Das zeigt sich
einmal in den Schulgottesdiensten, die im Unterricht mit den Kindern
vorbereitet werden, zum anderen in den Festen und Feiern im Laufe des
Kirchenjahres, die im Klassenverband oder mit der ganzen Schule gefeiert
werden. Aber auch im täglichen Miteinander fühlen wir uns der christlichen
Grundhaltung verpflichtet und versuchen, diese mit in den Unterricht
hineinzutragen. Wichtig ist uns deshalb, ihnen folgende Werte nahe zu bringen:
•
Achtung vor dem Anderen,
•
Toleranz gegenüber Andersdenkender (auch im Sinne eines
emanzipierten Rollenverständnisses),
•
Toleranz gegenüber Menschen anderer Religionen,
•
Solidarität mit Benachteiligten sowie
•
Gerechtigkeit gegenüber allen.
Da die Willibrordschule als „Wahlschule“ konzipiert ist, wird nur katholischer
Religionsunterricht erteilt. Wer sein Kind hier anmeldet, erklärt sich damit
einverstanden, dass es an diesem teilnimmt. Unsere Schule soll ein Lebens- und
Lernort sein, in dem sich Schüler und Lehrer wohl fühlen, sich vertrauen,
gegenseitige Wertschätzung erfahren und einander helfen. Die Kinder sollen
tragfähige Wertvorstellungen entwickeln, die Welt zunehmend eigenständig
erschließen lernen und der Natur und Umwelt mit Achtung begegnen. Sie sollen
sich angenommen fühlen und ihre Persönlichkeit entfalten können.
Neben der Erziehung ist uns natürlich vor allem die Bildung wichtig. Durch eine
Mischung aus offenen und gebundenen Unterrichtsformen, stärkerer
Differenzierung und individueller Förderung sowohl schwächerer Kinder als
auch begabter Kinder im und außerhalb des Unterrichts sollen den Kindern
größtmögliche Lernfortschritte ermöglicht werden. Sie sollen das „Lernen
lernen“.
Individuelle Förderung geschieht aber auch durch Förderung von
Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen. Da dies einen wichtigen Baustein
für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes darstellt, ist es uns ein zentrales
Anliegen, Kinder mit diesen Entwicklungsauffälligkeiten schon frühzeitig zu
fördern. Der Sportförderunterricht ist deshalb ein fester Bestandteil unserer
Schule für Erstklässler im zweiten Halbjahr. Aber auch für alle anderen Kinder
stellen gestaltete Bewegungspausen, die den Schulmorgen begleiten – nach dem
Motto „Bewegung fördert das Denken“ – einen wichtigen Bestandteil der
Lernförderung dar.
Ein weiterer wichtiger Baustein unseres Schulprogramms ist die Erziehung zur
Friedensfähigkeit und die Förderung der Selbstbehauptung. Um dem Bildungs-
und Erziehungsauftrag der Schule gerecht zu werden, versuchen wir gemeinsam
mit den Eltern und Schülern unsere praktische Arbeit immer wieder kritisch zu
überdenken und offen für neue Ideen und Impulse zu sein.
Unser großzügiger und neu angelegter Schulhof steht allen Kindern vor der
Schule sowie in den zwei großen Pausen unter Aufsicht von Lehrkräften zur
Verfügung.
Seit vielen Jahren besteht die Möglichkeit das Kind in einer Bis-Mittag-
Betreuung, die vom Förderverein der Schule getragen wird, anzumelden. So ist
eine Betreuung des Kindes nach dem Unterricht bis 13.30 Uhr immer
sichergestellt.
Zu Beginn des Schuljahres 2006/07 wurde in Kooperation mit der Graf-Ludwig-
Schule zusätzlich zur Bis-Mittag-Betreuung erstmalig auch die offene
Ganztagsgrundschule angeboten. Dieses Betreuungsangebot umfasst den
Zeitraum von Unterrichtsende bis 16.00 Uhr und findet teilweise auch in den
Ferien statt. Eine Anmeldung hierzu ist jeweils für ein Schuljahr verbindlich.
Anfang 2011 wurde die neue Dreifach-Turnhalle auf dem Gelände der
Willibrordschule eingeweiht. Diese moderne Halle teilt die Schule sich mit den
zwei anderen Grundschulen in Steinfurt.
Im Schuljahr 2010/11 wurde durch die finanzielle Unterstützung des
Fördervereins eine eigene Schülerbücherei eingerichtet. Hier haben alle Kinder
die Möglichkeit nach eigenen Interessen Bücher auszuleihen und diese in den
Pausen oder zu Hause zu lesen. Dazu hat jedes Kind einen eigenen
Büchereiausweis, für den es die Verantwortung übernehmen muss.
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Schulporträt