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Unsere Kirche
Clemens August und unsere Kirche
Wer hat die Brüder zum Bau der Kirche beauftragt ?
Der Fürstbischof zu Münster, Clemens August I., wird als
Erbauer der Kirche angesehen.
Das Wappen dieses Fürstbischofs findest du über dem Portal
sowie an der Empore.
Wenn du dir beim Bild links einmal die Mitte des Wappens
anschaust. Was siehst du dort ?
Du siehst zwei goldene Löwen und blau-weiße Vierecke (Rauten).
Bestimmt hast du schon einmal die blau-weißen Rauten gesehen,
und dabei auch die Löwen.
Aus welchem Land mag Clemens August wohl gekommen sein ?
Und - hättest du es gewusst ? Es ist Bayern.
Clemens August I. war ein sehr mächtiger Fürstbischof.
Er war - und das war sogar für die damalige Zeit ungewöhnlich -
Bischof, Fürstbischof und Erzbischof von gleich fünf Bistümern.
Zudem hatte er als Fürst riesige Besitztümer, sehr viel Land
und natürlich sehr viele Untergebene und Soldaten.
Ein Wappen - das am Portal - war von der Stadt aus zu sehen.
Das andere Wappen - das am Eingang zum Kirchplatz - war
vom Schloss aus zu sehen.
Der Fürstbischof hatte sozusagen sein eigenes kleines Fürstentum
in der Grafschaft Steinfurt in Besitz genommen.
Und das war für jeden gut sichtbar - für die Einwohner wie
für den Grafen von Steinfurt.
Jedem in Burgsteinfurt war somit klar, dass dieser mächtige
Bischof die neue Kirche und die katholischen Christen
beschützen würde.
Clemens August I. war jedoch wohl nie selbst in Burgsteinfurt.
War der Kirchenbau etwas Besonderes ?
Der Fürstbischof hatte in anderen Städten prächtige,
wundervolle, herrlich verzierte, fast schon märchenhafte
Schlösser bauen lassen.
Wenn man die Burgsteinfurter Pfarrkirche hiermit vergleicht,
so muss man feststellen:
Bei der Burgsteinfurt Kirche war eigentlich nur das Portal
und der Eingang zum Kirchplatz besonders schön gestaltet.
Keine Überraschung, waren hieran doch auch die Wappen
des Fürstbischofs angebracht.
Sonst war die Kirche eher einfach gebaut, ohne irgendwelche
Besonderheiten. Auch die Statuen kamen erst später hinzu.
Auch fehlten wichtige Gegenstände, die man unbedingt für
einen Gottesdienst benötigt.
So mussten sich die Burgsteinfurter lange Zeit den Kelch
ausleihen, und zwar von der Gemeinde in Metelen.
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Guido Herting (Januar 2013)
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